Buddha-Statue am heiligem Berg Kailash gesprengt

admin am 16. Oktober 2007 um 08:41

Buddha-Statue am KailashIn unmittelbarer Nähe zum heiligen Berg Kailash in Tibet haben chinesische Einsatzkräfte eine 15 Meter hohe buddhistische Statue gesprengt. Den Berichten deutscher und österreichischer Zeugen zufolge wurde die seit März 2007 in Bau befindliche Statue des Padmasambhava in der Nacht vom 28. zum 29. September unter strengen Sicherheitsvorkehrungen zerstört.

Buddha-Statue am Kailash gesprengtBereits am Vortag der Aktion wurde Touristen das Fotografieren verboten. Kameras wurden kontrolliert, Filme und Speicherkarten gelöscht. In der Nacht waren mehrmals deutlich Explosionen zu vernehmen, am Morgen danach stand nur noch der Sockel der Statue. Ein Ausgangsverbot wurde verhängt und von einem riesigen Aufgebot an Polizei und Militär überwacht. Mehrere Reisegruppen wurden daran gehindert, ihre Unterkunft am nächsten Morgen in Richtung der Statue zu verlassen und die geplante Umrundung des Bergs Kailash durchzuführen.

Die Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) verurteilt die rücksichtslose Zerstörung buddhistischen Kulturguts in Tibet aufs Schärfste. „Dieses Ereignis verdeutlicht wieder einmal, dass die chinesischen Behörden die Kultur und Religion Tibets auf grausame Weise missachten“, so Wolfgang Grader, Vorstandsvorsitzender der TID. „Die Zerstörung erinnert an die Sprengung der Buddha-Statuen in Afghanistan durch die Taliban im März 2001.“

Der Kailash, heiliger Berg für Buddhisten, Hindus, Jains und Bön-Anhänger, liegt in der so genannten „Autonomen Region Tibet“. Die Tibet Initiative Deutschland fordert, dem tibetischen Volk die zugesicherte Autonomie in politischen, kulturellen und religiösen Fragen tatsächlich zu gewähren.

Quelle (Photos und Text): http://www.tibet-initiative.de/frames.html?Seite=/Kap9/Kap9_4.html

Weitere Informationen im Internet:

Exiltibeter stürmen Botschaft

admin am 15. Oktober 2007 um 16:01

In einer ungewöhnlich harten Aktion haben Exiltibeter ihrem Frust über die neuen Entwicklungen im Tibet Ausdruck verliehen. Über 20 Personen sind auf das Gelände der chinesischen Botschaft in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi vorgedrungen. Einige sprühten mit roter Farbe “Free Tibet” an die Gebäude der Botschaft oder versuchten sich dort anzuketten. Die indische Polizei ging gegen die Demonstranten vor und nahm 22 von ihnen fest.

Die Exiltibeter wollten mit dieser Aktion gegen die neue Verordnung der VR China protestieren, die vorsieht, dass einflussreiche religiöse tibetische Führer durch Regierung in Peking abgesegnet werden müssen. Sie sehen darin einen Versuch die Position des Dalai Lamas zu untergraben und ein Verbot zur Tradition von sog. lebender Buddhas.

Eine Äußerung des Dalai Lamas bzw. der tibetischen Exilregierung zu dieser Aktion ist mir bislang nicht bekannt.

Weitere Informationen im Internet:

China beschneidet Religionsfreiheit weiter

admin am 15. Oktober 2007 um 13:52

Zum 1. September sind neue Vorschriften der VR China in Kraft getreten, die die Religionsfreiheit aller religiösen Gruppen einschränkt. Die „Kommission der Vereinigten Staaten für Religionsfreiheit in aller Welt“ (USCIRF) hat diesbezüglich bereits ihre ernsten Bedenken zum Audruck gebracht. Neben den tibetischen Religionen ist auch die katholische Kirche davon betroffen und lehnt dies ab.

Die Regelung beinhalten eine Einschränkung in der Selbstbestimmung religiöser Würdenträger zitiert tibetnews Michael Cromartie, den Vorsitzenden der US-Kommission. Dieser sieht darin einen klaren Fall der Unterdrückung der Religionsfreiheit im Tibet und damit eine Verletzung international garantierten Rechtes.

Konkret wird in den neuen Reglements verlangen, daß „lebende Buddhas“ durch den Staat bestätigt werden. Die wiedergeborenden tibetischen Lamas müssen in diesem Zuge versichern, dass sie „die Prinzipien der staatlichen Einheit respektieren und schützen”. Weiterhin dürfen keine “ausländische Organisation oder Einzelperson” in den Prozeß der Anerkennung oder Inthronisierung eines Lebenden Buddhas “eingreifen”, so tibetnews. Doch die Regeln gehen demzufolge noch weitaus weiter: Handelt es sich um einflussreiche Lamas, wird die Zustimmung staatlicher Organe erforderlich. Dazu stellt Cromartie fest: “China hält stur an seiner inakzeptablen Repressionspolitik gegenüber den tibetischen Buddhisten fest.”

Von diesen Regelung ist im Besonderen der Panchen Lama betroffen, der eine wichtige Rolle in der Anerkennung des Dalai Lama spielt. Beobachter sehen darin einen erneuten Versuch, die Legitimation der Dalai Lamas zu untergraben und diesen damit zu entmachten. Diese Maßnahme wird jedoch auch als Indiz gesehen, dass die VR China den Einfluss der lebenden Lamas auf die Tibeter nicht unterschätzt und nun verstärkt auf diese Druck ausüben möchte. Bereits 1995 griff China in diese Rolle schwerwiegend ein - wir werden uns in Kürze in einem Beitrag dieser Person und diesem Fall zuwenden.

Tibetnews nennt die neuen Vorschriften “Teil einer breit angelegten Initiative zur Kontrolle religiöser Aktivitäten”. Zum Jahresbeginn wurden bereits zahlreiche Mönche in den  Provinzen Qinghai und Sichuan von Behörden gezwungen dem Dalai Lama die Loyalität durch eine Unterschrift aufkündigen. Berichten zufolge trat daraufhin mindestens ein Abt zurück. Auch wurde die “Hart-Durchgreif” Kampagne des Ministerium für Öffentliche Sicherheit wieder aktiviert. Im Zuge dessen werden zahlreiche religöse Gemeinden aktiv kontrolliert, die “ihre Religion außerhalb der Grenzen der staatstreuen Verbände ausüben” (tibetnews). Dabei wird der Islam dem Terrorismus gleichgesetzt, Restriktionen für uighurische Moslems eingeführt und auch evangelikale Protestanten sind von Razzien und ähnlichem betroffen.

Die nun eingeführten Vorschriften betreffen auch die Katholiken in China. Die Regierung räumt sich das Recht ein deren Bischöfe selbst zu ernennen und stößt damit auf die Gegenwehr des Vatikan. Dieser besteht darauf, dass die Beschöfe nur innerhalb der eigenen Kirche bestimmt werden können. Cromartie gibt zudem zu bedenken, dass auf diese Art und Weise “eine Annäherung zwischen der “nicht registrierten” und der “offiziellen” katholischen Kirche in China” verhindert werden würde.

Weitere Informationen im Internet:

Klettern im Sommer 2007

admin am 9. Oktober 2007 um 13:58

Nicht zu oft, aber ein paar mal waren wir klettern - einige Impressionen gibt es hier:

tibetur.de ist wieder da

admin am 9. Oktober 2007 um 11:41

Nach lange Zeit ohne Beiträge auf tibetur.de sind wir wieder online. In den vergangenen Wochen hat mich das Blogsystem Wordpress geärgert und ist nicht wieder bereit gewesen, sich reparieren zu lassen. Alles in allem sehr komisch, doch ich habe mich dazu entschlossen, ein neues System zu installieren und jetzt sind wir wieder online.

In der Zeit die wir durch technische Probleme verpasst haben, ist viel passiert!

Wir werden auch darüber in den nächsten Tagen berichten.